81210000003 St. Anna-Linde
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Sachdaten
Art des Schutzgebietes Naturdenkmal, Einzelgebilde
Schutzgebiets-Nr. 81210000003
Name St. Anna-Linde
Kreis / Flächenanteil(e) in ha Heilbronn, Stadt / 0
Gemeinde Heilbronn
Fläche (ha) 0,0
Rechtswert  
Hochwert  
Naturraum
Melde-/ Verordnungsdaten(Datum der Sicherstellung/Verkündung in) 23.04.41 / keine Angabe
Partnerschutzgebiet
Kurzbeschreibung Die "St. Anna-Linde", wie diese mächtige Winterlinde (Tilia cordata) mit Standort in Heilbronn-Kirchhausen genannt wird, steht seit 1941 unter Naturschutz. Mit einem Stammumfang von 7,16 Meter und einem Alter von rund 300 Jahren ist das Naturdenmal in weitem Umkreis der größte und älteste Baum. An der Stelle der Linde soll einst eine der heiligen Anna geweihte Kapelle gestanden haben, über deren Untergang die Dage Folgendes zu berichten weiß: Die in Großgartach ansässigen Pächter der zur Kapelle gehörenden Äcker waren verpflichtet, jährlich zum Fest der Kirchenheiligen sechs Wachskerzen "von der Dicke und Höhe eines wehrbaren Mannes" in die Kapelle zu liefern. Dieser Last wollten sie sich nach der Reformation entziehen. Sie höhlten die Kerzen aus und füllten sie mit Schießpulver. Als die Kerzen während des Festgottesdienstes am Namenstag der heiligen Anna angezündet wurden, kam es zu einer gewaltigen Explosion. Der Priester und viele Gläubige starben unter den Trümmern des zusammenstürzenden Gotteshauses. Zur Erinnerung an diese Untat wurde später dort, wo die Kapelle gestanden hatte, ein Gedenkstein errichtet, das Annakreuz, welches bald von einer Linde überwachsen wurde. Das Kreuz wurde 1975 etwas zur Seite versetzt. Gedenkstein und Baum führen nach dieser urkundlich freilich nicht bezeugten Kapelle ihren Namen.
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