81210000012 Felsendiluviale Klingenberg
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Sachdaten
Art des Schutzgebietes Naturdenkmal, flächenhaft
Schutzgebiets-Nr. 81210000012
Name Felsendiluviale Klingenberg
Kreis / Flächenanteil(e) in ha Heilbronn, Stadt / ,4
Gemeinde Heilbronn
Fläche (ha) 0,4
Naturraum Neckarbecken
Kraichgau
Melde-/ Verordnungsdaten(Datum der Sicherstellung/Verkündung in) 18.08.38 / keine Angabe
Partnerschutzgebiet
Kurzbeschreibung Die hohe naturkundliche Bedeutung des markanten Nagelfluh-Felsbandes in den Trockenmauer-Weinbergen hoch über dem Heilbronner Stadtteil Klingenberg wurde schon früh erkannt. Die Ausweisung zum Naturdenkmal "Felsendiluviale" erfolgte bereits 1937. Der etwas eigentümlich erscheinende Name "Felsendiluviale" des 0,4 ha großen Schutzgebietes nimmt auf den Ablagerungszeitpunkt der anstehenden Gesteine Bezug: die Eiszeit, die früher auch als Diluvium bezeichnet wurde. Während dieser erdgeschichtlichen Phase hat der Neckar im Heilbronner Becken mächtige Schotterpackete abgelagert. Anschließend hat er sich in seine eigenen, mittlerweile miteinander zu Nagelfluh verbackenen Sedimente eingeschnitten und am Prallhang bei Klingenberg das Felsband herauspräpariert. Der exakte Ablagerungszeitraum der Schotter ist nicht bekannt. Er wird aber ähnlich sein wie der der näher untersuchten Schichten im nur drei Kilometer entfernten Naturschutzgebiet "Frankenbacher Schotter". Hier geht man davon aus, dass die Ablagerung der dortigen Sand- und Schotterschichten in der älteren Hälfte des Mittelpleistozäns erfolgte; also im Zeitraum vor 783.000 bis 400.000 Jahren. Die besonnten Felsen sind wichtiger Biotop zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. So konnten hier 75 verschiedene, teils sehr seltene Wildbienenarten festgestellt werden, die auf Nahrungspflanzen wie Aufrechten Ziest (Stachys recta), Natternkopf (Echium vulgare) oder Resede (Reseda lutea) angewiesen sind. Bemerkenswert sind auch die Vorkommen der stark gefährdeten Mauereidechse (Podarcis muralis) sowie des Ameisenlöwen (Euroleon nostras).
Texte
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