81210000014 Waldheide
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Sachdaten
Art des Schutzgebietes Naturdenkmal, flächenhaft
Schutzgebiets-Nr. 81210000014
Name Waldheide
Kreis / Flächenanteil(e) in ha Heilbronn, Stadt / 4,6
Gemeinde Heilbronn
Fläche (ha) 4,6
Rechtswert 3.520.158
Hochwert 5.443.919
Naturraum Schwäbisch-Fränkische Waldberge
Melde-/ Verordnungsdaten(Datum der Sicherstellung/Verkündung in) 22.11.94 / Amtsblatt Nr. 49 vom 8. Dezember 1994
Partnerschutzgebiet
Kurzbeschreibung Die Waldheide ist eine im Stadtwald im Osten Heilbronns gelegene rund 52 ha große Waldblöße, die von eichenreichen Laub-Wäldern umgeben wird. Der im Untergrund anstehende, vergleichsweise erosionsbeständige Schilfsandstein bildet hier eine Verebnung aus, so dass das Gelände nur wenig bewegt ist. Der naturschutzfachlich wertvollste Teil im Norden der Waldheide wurde 1994 mit einer Größe von 4,5 ha zum Naturdenkmal ausgewiesen. Hier sind noch größere, zusammenhängende Bereiche mit Heide-Vegetation erhalten geblieben. Ansonsten ist Heide-Vegetation, die früher großflächig die gesamte Waldheide geprägt hat, nur noch fragmentarisch zu finden. Leider ist eine nennenswerte Wiederausbreitung der Heide-Vegetation kaum mehr möglich, weil durch die ehemalige militärische Nutzung die Böden auf der Waldheide nachhaltig gestört sind. Für notwendige Schafbeweidung der Heidefläche sorgt die Schäferei Württemberger (Ellhofen) mit Merino-Landschafen. Charakteristische Pflanzenarten sind: Besenheide (Calluna vulgaris), Borstgras (Nardus stricta), Dreizahn (Danthonia decumbens), Blutwurz (Potentilla erecta), Gemeiner Thymian (Thymus pulegioides), Rundblättrige Glockenblume (Camanula rotundifolia) und Purgier-Lein (Linum catharticum); in staunnassen Bereichen auch Pfeifengras (Molinia caerulea) und Bleiche Segge (Carex pallescens). Und in bzw. am Rand der Tümpel wachsen als Besonderheit Gewöhnlicher Pillenfarn (Pilularia globulifera) und Verkannter Wasserschlauch (Urticularia australis). Draüber hinaus kommen folgende Tierarten vor: Kleiner Heidegrashüfer (Stenobothrus sticmaticus), Gelbbauchunke (Bombina variegata) und Neuntöter (Lanius collurio). Laubfrosch (Hyla arborea) und Baumpieper (Anthus trivialis) sind leider verschwunden.
Texte
Verordnung FND (PDF)
Dateityp: PDF
Bilder
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